Vendor-KYC-Prüfung

Diese Seite dient der Prüfung und Freigabe von Drittanbietern (Vendoren), die auf einem SELLERLOGIC-Marktplatz verkaufen möchten. "KYC" steht für "Know Your Customer" — eine Identitäts- und Geschäftsprüfung, mit der Sie sicherstellen, dass ein Anbieter vertrauenswürdig ist, bevor er zugelassen wird.

Was kann ich hier tun?

  • Eine Übersicht aller Vendoren mit KYC-Status, Risikostufe (Tier), Risikoscore, PEP-/Sanktionsprüfung und Dokumentenstatus einsehen
  • Nach Vendor-Name oder E-Mail suchen und nach KYC-Status filtern
  • Eine Kennzahlen-Übersicht sehen: Gesamtanzahl, offene Prüfungen, Vendoren mit hohem Risiko, Sanktionslisten-Treffer und offene Zweitprüfungen (4-Augen-Prinzip)
  • Die Detailansicht eines Vendors öffnen: Stammdaten, Risikobewertung, hochgeladene Dokumente und den vollständigen Prüfverlauf (Audit Trail)
  • Einzelne Dokumente als verifiziert oder abgelehnt kennzeichnen
  • Einen Vendor freigeben oder mit Begründung ablehnen

Schritt für Schritt

  1. Vendor prüfen: Öffnen Sie in der Liste über "Prüfung" die Detailansicht eines Vendors. Dort sehen Sie Land, Risikostufe (Tier), Risikoscore, PEP-Check, Sanktionsprüfung und das nächste Prüfdatum.
  2. Dokumente kontrollieren: Sichten Sie die hochgeladenen Dokumente (z. B. Handelsregisterauszug, Ausweis, UBO-Erklärung, Banknachweis) und markieren Sie jedes einzeln als "Verifizieren" oder "Ablehnen".
  3. Freigeben oder ablehnen: Ist alles in Ordnung, geben Sie den Vendor frei. Bei Unstimmigkeiten lehnen Sie ihn mit einem Ablehnungsgrund ab. Vendoren der höheren Risikostufe (Tier 3+) benötigen eine zweite, unabhängige Prüfung (4-Augen-Prinzip), bevor die endgültige Freigabe erfolgt.

Felder erklärt

Feld Bedeutung Hinweise/Auswirkung
Vendor Name des Drittanbieters —
Land Sitzland des Vendors —
Tier Risikostufe der Prüfung (Basic, Standard, Enhanced, Ongoing) Höhere Stufen erfordern eine gründlichere Prüfung
Risiko Risikoscore von 0–100 Werte über 60 gelten als hohes Risiko und werden farblich hervorgehoben
PEP/Sankt. Ergebnis der Prüfung auf politisch exponierte Personen (PEP) und Sanktionslisten Bei einem Treffer wird eine Warnung angezeigt und der Vendor darf ohne manuelle Klärung nicht freigegeben werden
Docs Anzahl verifizierter Dokumente im Verhältnis zur Gesamtzahl —
Status Aktueller Bearbeitungsstand der Prüfung Siehe Werteliste unten
Nächste Prüfung Datum der nächsten fälligen Überprüfung Für laufende Überwachung (Tier "Ongoing")
Audit Trail Protokoll aller durchgeführten Prüfschritte Zeigt Datum, Aktion, ausführende Person und Details

Werte & Status

KYC-Status (vendor_kyc_status)

Wert Bedeutung Was passiert dann
Ausstehend Prüfung wurde noch nicht begonnen Wartet in der Review-Warteschlange
In Prüfung Prüfung läuft aktuell Dokumente werden gesichtet
Genehmigt Vendor wurde freigegeben Kann auf dem Marktplatz verkaufen
Abgelehnt Vendor wurde abgelehnt Mit hinterlegtem Ablehnungsgrund
Abgelaufen Die Freigabe ist nicht mehr aktuell Erneute Prüfung erforderlich

Risikostufe / Tier (vendor_kyc_tier)

Wert Bedeutung
T1 – Basic Einfachste Prüfstufe
T2 – Standard Standardprüfung
T3 – Enhanced Erweiterte Prüfung, benötigt Zweitprüfung (4-Augen-Prinzip)
T4 – Ongoing Laufende Überwachung mit wiederkehrender Prüfung

Dokumentenstatus (vendor_kyc_document_status)

Wert Bedeutung
Ausstehend Dokument wurde hochgeladen, aber noch nicht geprüft
Verifiziert Dokument wurde geprüft und akzeptiert
Abgelehnt Dokument wurde geprüft und zurückgewiesen

Häufige Fragen

Was bedeutet "4-Augen offen" in der Kennzahlen-Übersicht?
Das zeigt an, wie viele Vendoren der Risikostufe Tier 3 oder höher noch auf eine zweite, unabhängige Prüfung warten, bevor sie final freigegeben werden können.

Was mache ich bei einem Sanktionslisten-Treffer?
Die Seite zeigt in diesem Fall eine deutliche Warnung an. Der Vendor darf ohne manuelle Klärung nicht freigegeben werden — prüfen Sie den Fall sorgfältig, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Kann ich ein einzelnes Dokument ablehnen, ohne den ganzen Vendor abzulehnen?
Ja, jedes Dokument kann unabhängig als verifiziert oder abgelehnt markiert werden.

So wird der Risikoscore berechnet

Der Risiko-Wert ist eine Zahl von 0 bis 100. Je höher die Zahl, desto höher das eingeschätzte Risiko eines Vendors. In der Liste sehen Sie den Wert als farbigen Balken mit Zahl, in der Detailansicht als „… / 100".

SELLERLOGIC teilt den Wert in drei feste Stufen ein:

Bereich Einstufung Darstellung
0 – 30 Geringes Risiko grüner Balken
31 – 60 Mittleres Risiko gelber (amberfarbener) Balken
61 – 100 Hohes Risiko roter Balken, Zeile rot hinterlegt
  • Ab einem Wert über 60 gilt ein Vendor als hohes Risiko. Seine Zeile wird rot hervorgehoben, und er zählt in der Kennzahl Hohes Risiko oben auf der Seite mit.
  • In der Liste stehen bei gleichem Status die Vendoren mit dem höchsten Risikoscore oben, damit die dringendsten Fälle zuerst sichtbar sind.

In den Score fließt das Gesamtbild der KYC-Prüfung ein — insbesondere diese Angaben:

  • das Sitzland des Vendors (Länder mit höherem Länderrisiko heben den Wert),
  • die Geschäftsart und die zugeordnete Risikostufe (Tier) der Prüfung,
  • die Vollständigkeit und Verifizierung der Dokumente — fehlende oder als Abgelehnt markierte Nachweise treiben den Wert nach oben, vollständig geprüfte senken ihn.

Wichtig: Die Prüfung auf PEP (politisch exponierte Personen) und auf Sanktionslisten ist kein Teil dieser Zahl. Beide werden getrennt als eigene Bestanden/Treffer-Anzeige neben dem Score geführt. Ein Treffer ist ein eigenständiger Stopp: Der Vendor darf dann ohne manuelle Klärung nicht freigegeben werden — unabhängig davon, wie niedrig der Risikoscore ist.

Der Wert wird im Rahmen der KYC-Prüfung ermittelt und bei jeder erneuten Prüfung aktualisiert. Für Vendoren der Stufe T4 – Ongoing zeigt das Feld Nächste Prüfung, wann die nächste wiederkehrende Überprüfung fällig ist; zu diesem Termin wird die Einschätzung erneut überprüft.

So verbessern Sie den Risikoscore

Nicht jeder Einflussfaktor lässt sich verändern — das Sitzland eines Vendors zum Beispiel steht fest. Vieles andere lässt sich aber gezielt verbessern. In der Reihenfolge der Wirkung:

  1. Sanktions- und PEP-Treffer klären (höchste Priorität). Ein offener Treffer blockiert die Freigabe vollständig — egal wie niedrig der Score ist. Klären Sie den Fall manuell: Prüfen Sie, ob es sich um eine echte Übereinstimmung oder nur um eine Namensgleichheit handelt, halten Sie das Ergebnis im Prüfverlauf fest und beziehen Sie im Zweifel die zuständige Compliance-Stelle ein.
  2. Dokumente vollständig einreichen und verifizieren. Sorgen Sie dafür, dass alle erforderlichen Nachweise vorliegen (z. B. Handelsregisterauszug, Ausweis, UBO-Erklärung, Banknachweis), und markieren Sie jedes geprüfte Dokument als Verifiziert. Fehlende oder als Abgelehnt markierte Dokumente erhöhen die Risikoeinschätzung.
  3. Stammdaten korrigieren. Falsche oder unvollständige Angaben zu Land, Geschäftsart oder Firmierung können das Risiko unnötig erhöhen. Lassen Sie den Vendor die Angaben berichtigen und prüfen Sie sie gegen die Dokumente.
  4. Passende Risikostufe (Tier) wählen. Ordnen Sie den Vendor der zu seinem Geschäft passenden Prüfstufe zu. Höhere Stufen (T3 – Enhanced, T4 – Ongoing) verlangen mehr Nachweise; sind diese vollständig und verifiziert, ist das Gesamtbild belastbarer.
  5. Wiederkehrende Prüfungen aktuell halten. Führen Sie fällige Überprüfungen (Feld Nächste Prüfung) rechtzeitig durch, damit die Einschätzung auf aktuellen Daten beruht und der Vendor nicht auf Abgelaufen fällt.

Ehrlich eingeordnet: Den Länderanteil am Risiko lässt sich nicht „wegarbeiten". Was Sie aber immer verbessern können, ist die Nachweislage — vollständige, verifizierte Dokumente und eine saubere PEP-/Sanktions-Klärung sind der wirksamste Hebel für eine belastbare, niedrige Risikoeinschätzung und eine Freigabe.

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