E-Mail-Zustellprobleme (Bounces)
Nicht jede E-Mail kommt an: Adressen können falsch geschrieben, Postfächer voll oder Empfänger nicht mehr erreichbar sein. Dieser Bereich zeigt Ihnen, wie viele E-Mails aus diesem Grund fehlschlagen, welche Adressen deshalb automatisch gesperrt (unterdrückt) wurden und welche Kontakte davon betroffen sind — damit Sie den Überblick über Ihre Zustellqualität behalten.

/settings/email/bouncesWas kann ich hier tun?
- Im Tab Übersicht die Anzahl harter/weicher Bounces und Beschwerden sowie die Bounce-Rate der letzten Tage als Verlauf sehen
- Im Tab Sperrliste alle E-Mail-Adressen einsehen, die wegen Zustellproblemen automatisch vom weiteren Versand ausgeschlossen wurden, und diese bei Bedarf wieder freigeben
- Im Tab Betroffene Kontakte sehen, welche CRM-Kontakte von Zustellproblemen betroffen sind, mit direktem Sprung zum Kontakt
- Im Tab Konfiguration festlegen, ab wie vielen weichen Bounces eine Adresse automatisch gesperrt wird, wie lange eine vorübergehende Sperre gilt, und ob Adressen automatisch wieder freigegeben werden
Schritt für Schritt
- Prüfen Sie regelmäßig im Tab „Übersicht“ die Bounce-Rate — ein deutlicher Anstieg deutet auf ein Problem mit Ihren Adressdaten oder Ihrem Versanddienst hin.
- Öffnen Sie den Tab „Sperrliste“, um zu sehen, welche Adressen aktuell keine E-Mails mehr erhalten.
- Wenn eine Adresse fälschlich gesperrt wurde (z. B. nach Behebung eines temporären Problems beim Empfänger), klicken Sie bei diesem Eintrag auf „Freigeben“.
- Prüfen Sie im Tab „Betroffene Kontakte“, ob wichtige CRM-Kontakte betroffen sind, und aktualisieren Sie dort ggf. die Kontaktdaten.
- Passen Sie bei Bedarf im Tab „Konfiguration“ die Schwellenwerte an, ab wann eine Adresse automatisch gesperrt wird.
Felder erklärt
| Feld | Bedeutung | Hinweise/Auswirkung |
|---|---|---|
| Harte Bounces | Anzahl endgültig fehlgeschlagener Zustellungen | Adresse existiert nicht/ist dauerhaft unerreichbar |
| Weiche Bounces | Anzahl vorübergehend fehlgeschlagener Zustellungen | Z. B. Postfach voll — Adresse wird erst nach mehreren Fehlversuchen gesperrt |
| Beschwerden | Anzahl der Fälle, in denen ein Empfänger die E-Mail als Spam gemeldet hat | Führt zu sofortiger Sperrung |
| Bounce-Rate | Anteil fehlgeschlagener Zustellungen an allen versendeten E-Mails | Werte über 5 % gelten als auffällig |
| E-Mail-Adresse (Sperrliste) | Die gesperrte Adresse | Aus Datenschutzgründen teils nur maskiert sichtbar |
| Anzahl | Wie oft diese Adresse einen Bounce ausgelöst hat | |
| Letzter Bounce | Zeitpunkt des letzten Zustellproblems | |
| Quelle | Woher die Bounce-Information stammt | |
| Schwellenwert weiche Bounces | Anzahl weicher Bounces, nach der eine Adresse automatisch gesperrt wird | In der Konfiguration einstellbar |
| Tage bis Freigabe | Wie lange eine vorübergehende Sperre andauert, bevor sie automatisch aufgehoben wird | |
| Automatische Freigabe | Schaltet aktiviert/deaktiviert, ob Adressen nach Ablauf der Frist automatisch wieder freigegeben werden |
Werte & Status
Bounce-Art
| Wert | Klartext-Bedeutung | Was passiert dann |
|---|---|---|
| Harter Bounce | Endgültiger Zustellfehler (z. B. Adresse existiert nicht) | Adresse wird sofort dauerhaft gesperrt |
| Weicher Bounce | Vorübergehender Zustellfehler (z. B. Postfach voll) | Adresse wird erst ab dem konfigurierten Schwellenwert gesperrt |
| Beschwerde | Empfänger hat die E-Mail als Spam markiert | Adresse wird sofort gesperrt, um Ihre Absender-Reputation zu schützen |
Häufige Fragen
Warum wurde eine E-Mail-Adresse automatisch gesperrt?
Entweder wegen eines endgültigen Zustellfehlers (harter Bounce), wegen zu vieler vorübergehender Fehler (weicher Bounce über dem Schwellenwert) oder weil der Empfänger die E-Mail als Spam gemeldet hat.
Wie hebe ich eine Sperre wieder auf?
Öffnen Sie den Tab „Sperrliste“, suchen Sie die Adresse und klicken Sie auf „Freigeben“.
Was bedeutet eine hohe Bounce-Rate für mein Konto?
Eine dauerhaft hohe Bounce-Rate kann die Zustellbarkeit aller Ihrer E-Mails verschlechtern, da Versanddienste und Mailbox-Anbieter dies als Warnsignal werten. Prüfen Sie in diesem Fall Ihre Adressqualität.
Werden gesperrte Adressen automatisch wieder freigegeben?
Nur wenn „Automatische Freigabe“ in der Konfiguration aktiviert ist — dann nach der eingestellten Anzahl Tage. Bei harten Bounces und Beschwerden ist eine manuelle Prüfung sinnvoller.
So wird die Bounce-Rate berechnet
Die Bounce-Rate ist keine gespeicherte Zahl, sondern wird bei jedem Öffnen der Übersicht neu aus Ihrem E-Mail-Protokoll gerechnet.
- Betrachtungszeitraum: immer die letzten 30 Tage. Ältere Versände zählen nicht mehr mit — die Rate „erholt" sich also von selbst, wenn eine schlechte Phase mehr als 30 Tage zurückliegt.
- Formel: (harte Bounces + weiche Bounces + Beschwerden) ÷ alle im Zeitraum versendeten E-Mails × 100.
- Beispiel: 30 fehlgeschlagene Zustellungen bei 1.000 versendeten E-Mails = 3,00 %.
- Anzeige: kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet (z. B.
3,00 %). Wurden im Zeitraum keine E-Mails versendet, wird0 %angezeigt. - Alle drei Fehlerarten zählen gleich in den Zähler — ein harter Bounce, ein weicher Bounce und eine Spam-Beschwerde wirken sich also identisch auf die Rate aus.
- Verlaufsdiagramm: Der Verlauf über den Zahlen zeigt die letzten 7 Tage, getrennt nach harten/weichen Bounces und Beschwerden pro Tag.
- Richtwert: Werte über 5 % gelten als auffällig und sollten geprüft werden.
So verbessern Sie Ihre Bounce-Rate
Je niedriger die Rate, desto besser Ihre Zustellbarkeit. Die wirksamsten Hebel — nach Wirkung geordnet:
- Ungültige Adressen entfernen. Harte Bounces stammen meist aus falsch geschriebenen oder erfundenen Adressen. Bereinigen Sie Ihre Empfängerlisten und prüfen Sie neue Adressen bereits bei der Eingabe.
- Sperrliste nicht vorschnell freigeben. Geben Sie eine Adresse nur frei, wenn das Problem beim Empfänger nachweislich behoben ist. Wiederholte Zustellversuche an tote Adressen treiben die Rate hoch.
- Beschwerden ernst nehmen. Eine Spam-Beschwerde wiegt so schwer wie ein Bounce und schadet zusätzlich Ihrer Absender-Reputation. Versenden Sie nur an Empfänger, die zugestimmt haben, und bieten Sie eine klare Abmeldung an.
- Schwellenwert für weiche Bounces sinnvoll setzen. Standardmäßig wird eine Adresse nach 3 weichen Bounces innerhalb von 72 Stunden vorübergehend gesperrt (Freigabe automatisch nach 7 Tagen). Ein zu hoher Schwellenwert lässt problematische Adressen zu lange im Versand.
- Zeit wirken lassen. Da nur die letzten 30 Tage zählen, sinkt eine hohe Rate nach Ursachenbehebung von allein — sofern keine neuen Bounces hinzukommen.