Kundenkonto-Einstellungen
Hier legen Sie fest, wie sich Kunden in Ihrem Shop registrieren und anmelden können — zum Beispiel ob eine Registrierung Pflicht ist, ob Gastbestellungen erlaubt sind und wie sicher Passwörter sein müssen. Diese Einstellungen gelten für den gesamten Shop.
/customer-accountsWas kann ich hier tun?
- Festlegen, ob Kunden sich registrieren müssen, freiwillig registrieren können, oder ob Kundenkonten ganz deaktiviert sind
- Gastbestellungen (Bestellen ohne Konto) erlauben oder verbieten
- Eine E-Mail-Verifizierung für neue Kundenkonten verlangen
- Festlegen, dass neue Kundenkonten erst von einem Admin genehmigt werden müssen, bevor sie aktiv werden
- Die minimale Passwortlänge für Kundenkonten einstellen
Schritt für Schritt
- Registrierungsmodus wählen: Wählen Sie im Bereich „Registrierung" zwischen „Optional", „Pflicht" und „Deaktiviert" (siehe Abschnitt „Werte & Status").
- Gastbestellung konfigurieren: Aktivieren oder deaktivieren Sie den Schalter „Gastbestellung erlauben", je nachdem, ob Kunden ohne eigenes Konto bestellen dürfen.
- Sicherheit einstellen: Aktivieren Sie bei Bedarf „E-Mail-Verifizierung" und/oder „Kontogenehmigung" im Bereich „Verifizierung & Sicherheit" und stellen Sie die minimale Passwortlänge über den Schieberegler ein.
- Speichern: Klicken Sie oben rechts auf „Speichern", um alle Änderungen zu übernehmen.
Felder erklärt
| Feld | Bedeutung | Hinweise/Auswirkung |
|---|---|---|
| Registrierungsmodus | Steuert, ob eine Kontoregistrierung optional, verpflichtend oder gar nicht möglich ist | Siehe Abschnitt „Werte & Status" |
| Gastbestellung erlauben | Kunden können ohne eigenes Konto bestellen | Wird ignoriert, wenn der Registrierungsmodus „Pflicht" ist |
| E-Mail-Verifizierung | Kunden müssen ihre E-Mail-Adresse bestätigen, bevor das Konto vollständig nutzbar ist | Erhöht die Sicherheit, kann aber die Registrierung verlangsamen |
| Kontogenehmigung | Ein Admin muss ein neu angelegtes Kundenkonto erst freigeben | Zusätzlicher manueller Schritt, z. B. für geschlossene B2B-Shops |
| Minimale Passwortlänge | Kleinste erlaubte Zeichenanzahl für Kundenpasswörter (6–128) | Wirkt sich auf alle künftigen Passwort-Vergaben aus |
Werte & Status
Registrierungsmodus
| Wert | Klartext-Bedeutung | Was passiert dann |
|---|---|---|
| Optional (Standard) | Kunden können sich registrieren, Gastbestellungen sind möglich | Größte Flexibilität für den Kunden |
| Pflicht | Kunden müssen sich vor dem Kauf registrieren | Gastbestellung ist dadurch faktisch ausgeschlossen, auch wenn der Schalter aktiviert ist |
| Deaktiviert | Es gibt keine Kundenkonten, nur Gastbestellungen | Registrierung ist im Shop nicht möglich |
Datenauszug und Kontolöschung durch den Kunden
Ihre Kunden können in ihrem Konto unter Einstellungen › Meine Daten zwei Dinge selbst auslösen. Sie müssen dafür nichts freischalten, und Sie werden nicht um Zustimmung gebeten - beides sind Rechte, die der Kunde ohne Ihr Zutun ausüben darf.
| Vorgang | Was der Kunde erhält | Was mit den Daten passiert |
|---|---|---|
| Datenauszug (Art. 20 DSGVO) | Eine JSON-Datei mit Profil und gespeicherten Anschriften | Nichts wird verändert, es ist ein reiner Lesevorgang |
| Kontolöschung (Art. 17 DSGVO) | Eine Bestätigung mit der Liste dessen, was aufbewahrt bleibt | Siehe die drei Behandlungen unten |
Die Löschung verlangt eine ausdrückliche Bestätigung im Shop - ein versehentlicher Klick löscht kein Konto. Danach wird der Kunde abgemeldet und kann sich mit dieser E-Mail-Adresse nicht mehr anmelden.
Was tatsächlich geschieht, ist bewusst dreigeteilt, weil eine einzige Behandlung das Löschrecht und die Aufbewahrungspflicht nicht gleichzeitig erfüllen kann:
| Behandlung | Betrifft | Warum |
|---|---|---|
| Vollständig gelöscht | Anschriften, Einwilligungsverlauf, Marketing-Bestätigungen, interne Notizen, Merkmale | Diese Datensätze beschreiben ausschließlich die Person und unterliegen keiner Aufbewahrungspflicht |
| Unwiderruflich anonymisiert | Das Kundenprofil selbst, einschließlich des Suchmerkmals zur E-Mail-Adresse | Bestellungen verweisen darauf; ein gelöschter Verweis würde die Bestellhistorie unbrauchbar machen |
| Aufbewahrt, aber ohne Personenspur | Das Prüfprotokoll | Es muss nachvollziehbar bleiben; IP-Adresse, Browserkennung und Suchparameter des Gelöschten werden entfernt |
Zwei Punkte, die im Gespräch mit Kunden regelmäßig aufkommen:
- Bestellungen bleiben erhalten, mit der Rechnungsanschrift. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern § 147 AO und § 257 HGB: Handelsbriefe und Buchungsbelege sind zehn Jahre aufzubewahren und dürfen in dieser Zeit nicht verändert werden. Ihr Shop nennt dem Kunden diese Frist nach der Löschung ausdrücklich.
- Nach der Anonymisierung ist der Kunde nicht mehr suchbar. Auch nicht über seine frühere E-Mail-Adresse in der Kundenliste. Wenn Sie eine Bestellung diesem Kunden zuordnen müssen, geht das nur noch über die Bestellung selbst.
Häufige Fragen
Was passiert, wenn ich „Pflicht" wähle, aber „Gastbestellung erlauben" aktiviert lasse?
Der Registrierungsmodus hat Vorrang: Bei „Pflicht" müssen sich Kunden in jedem Fall registrieren, unabhängig vom Zustand des Gastbestellung-Schalters.
Wofür ist die Kontogenehmigung sinnvoll?
Wenn Sie zum Beispiel einen geschlossenen B2B-Shop betreiben, bei dem nur freigegebene Firmenkunden bestellen dürfen, verhindert die Kontogenehmigung, dass sich beliebige Personen selbst ein nutzbares Konto anlegen.
Gilt die minimale Passwortlänge auch rückwirkend für bestehende Kunden?
Die Einstellung wirkt sich auf die Vergabe neuer Passwörter aus. Ob bereits vergebene, kürzere Passwörter bei der nächsten Änderung erzwungen aktualisiert werden müssen, ist im Code nicht ersichtlich.
Warum wird ein Kunde bei der Anmeldung über Google/Apple/Microsoft/GitHub manchmal aufgefordert, sich stattdessen mit Passwort anzumelden?
Aus Sicherheitsgründen: Meldet sich ein Kunde über einen sozialen Anbieter an und existiert bereits ein Konto mit derselben E-Mail-Adresse, verbindet SELLERLOGIC Commerce Services die beiden Konten nur automatisch, wenn der Anbieter bestätigt hat, dass diese E-Mail-Adresse dem Anmeldenden gehört (verifiziert). Ist die Adresse beim Anbieter nicht verifiziert, wird die automatische Verknüpfung abgelehnt und der Kunde gebeten, sich mit seinem Passwort anzumelden und den sozialen Anbieter anschließend in den Kontoeinstellungen selbst zu verknüpfen. So kann niemand ein fremdes Konto übernehmen, indem er eine unverifizierte fremde E-Mail-Adresse bei seinem eigenen Anbieter-Konto hinterlegt. Ein völlig neues Konto (ohne bereits vorhandene E-Mail-Adresse) wird weiterhin ganz normal angelegt.